Stop Deportation – Wir reißen eure Mauern ein

AntimilitaristInnen haben woll den Eingangsbereich der Ausländerbehörde in Stuttgart symbolisch zugemauert, um auf unsere Demonstration zu mobilisieren.

„Ein so reiches Land wie Deutschland, erkennt nur 1,42% aller Menschen auf der Flucht als Flüchtlinge an. Wer verwertbar – im Sinne der kapitalistischen Logik – ist, darf kommen. Teil dieses Systems sind auch Ausländerbehörden, wo Menschen oft weniger Menschen sind, sondern oft eher Papierkram, der schnell erledigt werden muss.“

Erklärung auf de.indymedia:

Weltweit sind Millionen Menschen auf der Flucht. Imperialistische Staaten spielen hierbei eine zentrale Rolle, darunter auch Deutschland, Mit ihrer ausbeuterischen, renditeorientierten Politik sorgen sie dafür, dass wirtschaftlich schwächere Länder zusammenbrechen und in Abhängigkeit geraten. Am Ende sind es diejenigen, die am wenigsten Schuld tragen – nämlich die Zivilbevölkerung -, die ihrer Existenzgrundlage beraubt werden. Sei es nun durch Krieg oder Armut – sie sind gezwungen sich auf die Flucht zu begeben und ihr Leben zu riskieren, nur um ein Leben ohne Angst, Hunger und Armut führen zu können. Doch leider wird ihnen oft selbst das verwehrt. Ein so reiches Land wie Deutschland, erkennt nur 1,42 % aller Menschen auf der Flucht als Flüchtlinge an. Wer verwertbar – im Sinne der kapitalistischen Logik – ist, darf kommen. Teil dieses Systems sind auch Ausländerbehörden, wo Menschen oft weniger Menschen sind, sondern oft eher Papierkram, der schnell erledigt werden muss.Um das thematisch zu symbolisieren haben AntimilitaristInnen vergangene Nacht eine Mauer vor der Ausländerbehörde in Stuttgart gebaut. Auf den Ziegeln und der Fassade ist „Stop Deportation – Wir reiße eure Mauern ein“ zu lesen.

Für uns ist klar, dass wir jene menschenverachtende Politik und das tagtägliche Sterben im Mittelmeer nicht einfach so hinnehmen, sondern Widerstand gegen diese Missstände organisieren.

Wir wollen ein Gesellschafts- und Wirtschaftssystem der Solidarität, in dem die Grundbedürfnisse aller Menschen im Mittelpunkt stehen. Doch eine solidarische und klassenlose Gesellschaft ist in diesem System nicht machbar – deshalb müssen wir auch an der Überwindung des Kapitalismus arbeiten. Eine gute Gelegenheit unseren Unmut über das bestehende und unsere Vorstellung von einer solidarischen Welt auf die Straßen zu tragen ist am 15.12.2018 in Stuttgart. Unter dem Motto ‚Krieg, Flucht, Vertreibung… made in Germany‘ rufen wir alle dazu auf, sich am Antikapitalistischen Block auf der Demonstration zu beteiligen. Wir sehen uns auf der Straße!

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