Bericht und Fotos vom OTKM Stuttgart zur Demonstration „Für eine Welt in der niemand fliehen muss“

Demo-Bericht 15.12.18 – Zeichen für Solidarität, gegen Kriege, Rassismus und Spaltung gesetzt!

Der heutige Tag in Stuttgart stand ganz im Zeichen für eine solidarische Welt ohne Krieg, Rassismus und Aufrüstung. Gleich drei Veranstaltungen und Protestaktivitäten gab es am Samstag 15.12.18: Die zentrale Flucht-Demo, eine Kundgebung der IGM Stuttgart zu ähnlichem Anlass und einer Solidaritätsdemonstration zu den Angriffen auf die kurdischen Gebiete.

Die kraftvolle Demonstration „Für eine Welt in der niemand fliehen muss“ startete mittags mit zunächst 600 Personen vom Stuttgarter HBF aus und schlängelte sich, vorbei am Weihnachtsmarktgeschehen, durch die Stuttgarter Innenstadt. Nach und nach wuchs die Demo auf 900 Personen an. Damit hat der Protest an der vorherigen winterlichen Antikriegsmobilisierung in 2017 zu Fluchtursachen angeknüpft. Lausige null Grad und einige Schneeflocken haben Flüchtlingsinitiativen, Antikriegsgruppen und antifaschistische Initiativen nicht davon abgehalten gemeinsam zu protestieren. Mehrere Aktionen auf und während der Demo pushten die Stimmung immer wieder hoch.

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Stuttgarter Zeitung: Hunderte protestieren bei „Für eine Welt in der niemand fliehen muss“

In der Stuttgarter Innenstadt demonstrieren Hunderte friedlich gegen die Festung Europas und den Rechtsruck bei der Demo „Für eine Welt in der niemand fliehen muss“.

Hunderte Demonstranten sind am Samstag in Stuttgart auf die Straße gegangen. Bei der Demo „Für eine Welt in der niemand fliehen muss“ protestierten sie für ein offenes Europa ohne Grenzen. Den Teilnehmern der Demonstration, die vom Lautenschlager bis zum Marienplatz zogen, geht es um die Kriminalisierung von Seenotrettung, unfaire Handelsbeziehungen und Waffenexporte sowie um Rassismus und den Rechtsruck in der Gesellschaft. Bei der Demonstration nahmen laut Polizei etwa 700 Menschen teil. Es blieb friedlich.

Nach der Demo: Informations- und Soli-Veranstaltung im Linken Zentrum Lilo Herrmann

Im Anschluss an die Demonstration lädt das Offene Treffen gegen Krieg und Militarisierung zu einer Informations- und Soli-Veranstaltung ins Linke Zentrum Lilo Herrmann ein.

Es wird zwei ca. 15 minütige Inputs geben zu den Themen „Krieg als Fluchtursache“ und der „NATO Sicherheitskonferenz“, die jedes Jahr in München stattfindet. Danach gibt es Raum für Diskussion und einen Austausch zu kommenden Protestmöglichkeiten gegen die deutsche Kriegs- und Krisenpolitik.

Mit Getränken und Essen wollen wir den Tag der Demonstration gemütlich ausklingen lassen. Die Einnahmen des Abends wollen wir spenden an die Kosten des Demobündnisses und alles was übrig ist geht an „Solidarity at Sea“

Grußwort der IG Metall Stuttgart

Am 15.12. findet neben unserer Demonstration um 11.00 Uhr auch eine Kundgebung unter dem Motto „Applaus für Respekt“ der IG Metall Stuttgart statt. Wir freuen uns, dass Jordana Vogiatzi von der IG Metall nach der Kundgebung für ein Grußwort zu unserer Demonstration kommt. Mit dem Grußwort können wir das solidarische Verhältnis beider Veranstaltungen zueinander zum Ausdruck bringen.

 

Demoprogramm

In zwei Tagen starten wir unsere Demonstration „Für eine Welt in der niemand fliehen muss“. Bevor es losgeht, hier nochmal ein paar Informationen zum Ablauf der Demonstration. 

Auftaktkundgebung um 13.00 in der Lautenschlagerstraße
Zwischenkundgebung: Schlossplatz, Abschlusskundgebung: Marienplatz

Bei den Kundgebungen erwarten euch unterschiedliche Beiträge zu Themen wie Antikriegsarbeit, Seenotrettung, Selbstorganisation von Geflüchteten und antifaschistischem Engagement.

RednerInnen: Tobias Pflüger, eine VertreterIn vom antikapitalistischen Block, Markus Groda, den Refugee women Stuttgart, Faisal Aleefi, dem Antifaschistischen Aktionsbündnis Stuttgart und Region sowie Luigi Pantisano.

Für eine Welt in der niemand fliehen muss!

In zwei Tagen ist es soweit: Dann demonstrieren wir mit vielen anderen gegen die Festung Europa, gegen die Kriminalisierung von Seenotrettung, gegen unfaire Handelsbeziehungen und Waffenexporte, gegen Rassismus und Rechtsruck – Für offene Grenzen, für ein Leben in Würde aller Menschen, für Selbstbestimmung, für eine solidarische Gesellschaft.

 

Stop Deportation – Wir reißen eure Mauern ein

AntimilitaristInnen haben woll den Eingangsbereich der Ausländerbehörde in Stuttgart symbolisch zugemauert, um auf unsere Demonstration zu mobilisieren.

„Ein so reiches Land wie Deutschland, erkennt nur 1,42% aller Menschen auf der Flucht als Flüchtlinge an. Wer verwertbar – im Sinne der kapitalistischen Logik – ist, darf kommen. Teil dieses Systems sind auch Ausländerbehörden, wo Menschen oft weniger Menschen sind, sondern oft eher Papierkram, der schnell erledigt werden muss.“

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Sea-Watch 3 mit einem Videoaufruf

Die Hamburger Aktivistin Mattea von der Besatzung der Sea-Watch 3 mit einem Videoaufruf zu unserer Demonstration am 15. Dezember in Stuttgart. Die Sea-Watch-3 ist aktuell in ihrem 16 Einsatz vor der libyschen Küste im Mittelmeer unterwegs um Flüchtlinge vor dem Ertrinken zu retten. Vielen Dank für euren Einsatz – wir sehen uns Mitte Dezember auf der Demonstration.

 

Tobias Pflüger mit Demo-Aufruf

Am vergangenen Wochenende fand der Jahreskongress der Informationsstelle Militarisierung e.V. (IMI) in Tübingingen statt. In vielen Vorträgen ging es u.a. um die deutsche Kriegs- und Rüstungspolitik, die tagtäglich Fluchtursachen schafft. Ob durch Waffenlieferungen an menschenrechtsverletzende Staaten wie die Türkei, oder durch die 15 Auslandseinsätze der Bundeswehr. Die IMI unterstützt die Demonstration, deshalb gibt es nun einen Videoaufruf von Teilnehmenden des Kongresses und dem Bundestagsabgeordneten Tobias Pflüger.

 

„Die Abschottung“ – Kurzfilm vom OTKM

AktivistInnen vom Offenen Treffen gegen Krieg und Militarisierung (OTKM) haben vor einiger Zeit das Theaterstück „Die Abschottung“ geskriptet, choreografiert und auf mehreren Kundgebungen aufgeführt. Niemand von den Leuten ist professionell im Theater-, Schauspiel-, oder Filmbereich tätig. Es haben sich schlicht ein Paar Leute zusammengetan, die von der Idee angetan waren und haben das Theaterstück eingespielt. Mit absoluten Low-Budget Mitteln wurde das Theaterstück nun filmisch aufbereitet.

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Flash-Mob Aktion vom OTKM

Das Offene Treffen gegen Krieg und Militarisierung hat eine Aktion in den Stuttgarter U-Bahnen gestartet, um auf unsere Demonstration am 15.12. aufmerksam zu machen.: 

„In weniger als zwei Wochen ist es soweit: Am 15. Dezember findet die Bündnisdemonstration „Für eine Welt in der niemand fliehen muss“ in Stuttgart statt. Vor einigen Tagen waren AktivistInnen vom OTKM in U-Bahnen unterwegs, um auf die Demonstration zu werben.“