Antikapitalistischer Aufruf zu unserer Demonstration

Einige Gruppen aus Süddeutschland rufen zu einem antikapitalistischen Block auf unserer Demonstration auf und haben uns gebeten, ihren Aufruf hier zu teilen:

Kriege, Flucht, Vertreibung …made in Germany: Seit 2015 tausende Menschen nach Deutschland kamen, um nach Schutz zu suchen, ist Flucht und Migration eines der polarisierendsten Themen in der BRD. Unzählige solidarisierten sich mit Geflüchteten, leisteten humanitäre Hilfe oder arbeiteten politisch zu diesem Thema. Rechte Parteien wiederum nutzten „den Flüchtling“ als Sündenbock für die sozialen Probleme in Deutschland. In all diesen politischen Diskussionen wird jedoch kaum darauf eingegangen, warum Menschen überhaupt gezwungen sind, sich auf die Flucht zu begeben und dabei ihr Leben aufs Spiel zu setzen.

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In den Startlöchern – für eine Welt in der niemand fliehen muss! Gegen Aufrüstung, Rassismus und Spaltung!

Nun ist es wieder soweit, am 15. Dezember heißt es wieder auf die Straße zu gehen gegen Aufrüstung, Rassismus und Spaltung – für eine Welt in der Niemand fliehen muss!

Die Flyer und Plakate sind schon gedruckt, hier findet ihr den Aufruf und wenn auch ihr die Demonstration unterstützen wollt, schreibt uns doch einfach eine Email an: mail@flucht-demo.de

Demo-Aufruf 2018!

Nachdem im letzten Jahr einige tausend Menschen in Stuttgart für eine Welt, in der niemand fliehen muss auf die Straße gegangen sind, haben sich auch dieses Jahr wieder ein paar Gruppen zusammengesetzt und rufen erneut zum Protest auf! Denn die Zustände werden nicht besser und es liegt an uns, dies anzugehen.

Seit heute findet ihr hier nun also den neuen Aufruf für die Demonstration im Dezember 2018. Natürlich sind alle eingeladen die Proteste zu unterstützen, dann meldet euch einfach unter der Kontakt Email.

Wir freuen und auf eine ausdrucksstarke und laute Demonstration.

 

Über Tausend Menschen setzen Zeichen für eine Welt in der niemand fliehen muss!

Heute, am 09.12.2017, haben sich in Stuttgart um die 1.700 Menschen versammelt. Die Teilnehmenden demonstrierten gegen die deutsche Abschottungs- und Abschiebepolitik und machten auf die Verantwortung Deutschlands bei der Verursachung von Flucht aufmerksam. Ein breiter Zusammenschluss von über 60 Organisationen hatte zur Demonstration aufgerufen.

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Wir sind startklar!

Es ist kalt doch die Sonne scheint über Stuttgart, Transparente sind gemalt, Schilder gebastelt und die Technik aufgebaut. Heute wollen wir gemeinsam mit Menschen aus allen Teilen Baden-Württembergs in der Stuttgarter Innenstadt ein lautes Zeichen setzten gegen Asylrechtsverschärfungen, Rassismus und Fluchtverursacher wie z.B. Rüstungskonzerne die von Kriegen und Rüstungsexporten profitieren. Die Demonstration startet um 14.00 Uhr in der Lautenschlagerstraße mit der Auftaktkundgebung und einer Bündnisrede. Raus auf die Straße für eine Welt in der niemand fliehen muss – bis gleich!

Programm auf der Demonstration

Morgen ist es soweit – dann wollen wir in Stuttgart ein kraftvolles Zeichen setzten gegen die Abschiebungs- und Abschottungspolitik Deutschlands, Rassismus und für eine Welt in der niemand fliehen muss. Die Demonstration startet mit dem Auftakt in der Lautenschlagerstraße gegenüber vom Hauptbahnhof. Nach einer Zwischenkundgebung am Schlossplatz geht es weiter zur Abschlusskundgebung an der Paulinenbrücke, wo es auch einen afghanisch/arabischen Musicact geben wird. Folgende RednerInnen sprechen auf der Demonstration:

Seán McGinley – Flüchtlingsrat BW
Friedhold Ulonska – Sea Watch
Sadiq Zartilla– Geflüchteter aus Afghanistan
Eine Vertreterin vom Arbeitskreis Internationalismus Stuttgart
Tobias Pflüger – Bundestagsabgeordneter DIE LINKE & IMI e.V.
Rex Osa – Flüchtlingsaktivist
Ines Fischer – Asylpfarrerin

Aktuelle Pressemitteilung vom 7. Dezember.
Die Nummer des Ermittlungsausschuss lautet: 0152 05372805

Fluchtursachen: Krieg, Armut & Umweltzerstörung

Der Arbeitskreis Internationalismus Stuttgart hat eine aktualisierte Neuauflage der Broschüre zu Fluchtursachen veröffentlicht.

Aus der Einleitung: Die weltweite Kluft zwischen arm und reich, zwischen Villen und Elendsvierteln, zwischen Besitzenden und Besitzlosen war noch nie das Ergebnis von Zufällen oder höherer Vorsehung. So sind auch die zahlreichen Kriegsschauplätze und die Millionen von Elend und Armut betroffenen Menschen keine zufällige Erscheinung. Sie sind Ergebnisse globaler Macht- und Herrschaftsverhältnisse und des ungleichen Besitzes an Reichtum und Bodenschätzen. Sie sind das notwendige Resultat des Kapitalismus – einem System, das nicht an dem Wohl und den grundlegenden Bedürfnissen der Menschheit ausgerichtet ist, sondern an den Milliardengewinnen der Banken und Konzerne.

Wenn heute Aufnahmen von, durch Bomben zerstörten, Städten auf dem Fernsehbildschirm flackern, oder mal wieder der eingenähte Hilferuf einer Näherin aus Bangladesch in einem Primark-Kleidungsstück die Titelseiten bestimmt, dann ist das für viele nichts weiter als die tägliche Dosis an Negativschlagzeilen. Und doch hat sich in den letzten Jahren und Monaten etwas verändert: Die Konfrontation mit von Krieg, extremer Armut und Naturkatastrophen betroffenen Menschen findet verstärkt nicht mehr nur medial statt. Zunehmend sind wir in den Metropolen der westlichen Industriestaaten mit den betroffenen Menschen unmittelbar und direkt konfrontiert. Sie sind keine bloßen Zahlen, sondern steigen aus Zügen in den Bahnhöfen der Großstädte, besetzen aus Protest öffentliche Plätze und leben in Flüchtlingsunterkünften in direkter Nachbarschaft.

Weil es uns etwas angeht! Antifaschistischer Aufruf zur „Fluchtursachen bekämpfen“-Demo

Auch in diesem Jahr kam es in Deutschland zu hunderten Angriffen gegen Geflüchtete und ihre Unterkünfte. Zwar hat die Anzahl im Vergleich zu den letzten Jahren abgenommen, das rassistische Potential und die hetzerische Stimmung in unserer Gesellschaft sind jedoch unverändert hoch. Mit der AfD sitzt nun eine offen rechte Partei im Bundestag, die den Diskurs noch weiter nach rechts verschieben wird. Ihr Wahlkampf war von Hetze gegen Minderheiten geprägt, die anderen Parteien zogen mit. In klassischer Sündenbockmanier wurden von der Gesellschaft Ausgeschlossene, allen voran Geflüchtete, zum Grund für soziale Missstände erklärt – damit ließen sich viele WählerInnen ködern. Warum so viele Menschen ihre Heimat verlassen müssen und ihr Leben auf der Flucht riskieren, war kein Thema.

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Aufruf zum antikapitalistischen Bereich

* Auf den Müllhaufen der Geschichte

Gruppen aus Baden-Württemberg und Bayern haben einen Aufruf zu einem antikapitalistischen Bereich auf der Demonstration am 9. Dezember veröffentlicht, den wir hier gerne dokumentieren:

„Bloßes Lob des Friedens ist einfach, aber wirkungslos. Was wir brauchen, ist aktive Teilnahme am Kampf gegen den Krieg und alles was zum Krieg führt.“ Albert Einstein (1879-1955)

Das Motto „Fluchtursachen bekämpfen“ scheint gerade „in“ zu sein. Viele reden davon – ExpertInnen in Talkshows, Frau Merkel im Bundestag und Verteidigungsministerin von der Leyen. Doch auch wenn viele diese Wortwahl benutzen, gemeint ist oft etwas anderes: Spricht die Bundesregierung etwa von Fluchtursachen-Bekämpfung, meint sie damit eigentlich die Unterstützung autoritärer Regime, wie der Türkei oder des Sudans, um die europäische Migrationsabwehr vorzuverlagern. Sprechen wir davon, Fluchtursachen zu bekämpfen, dann stellen wir die zentrale Frage: „Wie kann ein Zustand erreicht werden, in dem Menschen nicht mehr gezwungen werden zu fliehen?“

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texten, tackern, malen – Basteltreffen, Sa. 25.11.17

Ärmel hochgekrempelt liebe FreundInnen, UnterstützerInnen, AktivistInnen: Diesen Samstag, 25.11.17, brauchen wir ab 12 Uhr jede freie Hand um Pinsel zu schwingen, unser Bündnis-Fronttranparent zu malen und Schilder zu schreinern.

Die landesweite Demonstration „Für eine Welt in der niemand fliehen muss“ rückt näher. Lasst uns am Samstag gemeinsam viele Schilder mit guten und uns wichtigen Inhalten basteln. Auch das Bündnisbanner, sowie Bühnenverkleidung wollen wir dort malen. Grabt also in euren Köpfen nach guten Parolen gegen Abschiebung, Krieg und Rassismus. Kommt vorbei und unterstützt aktiv die Vorbereitungen für die Demo im Dezember!
Für Essen, Tee und Getränke ist gesorgt.

Basteltreffen für die Flucht-Demo am Sa. 25.12.
Start: 12 Uhr
Ort: Linkes Zentrum Lilo Herrmann, Böblinger Str. 105
Es gibt Essen, Getränke, Tee

Nächste Abschiebung nach Afghanistan geplant!

Die Bundespolizei spricht laut Spiegel von „politischer Priorität“ für die am 6. Dezember geplante Abschiebung von 78 Menschen nach Afghanistan. Doch in Afghansitan herrscht Krieg und ein Ende ist nicht in Sicht. Der Krieg hat die sozialen und wirtschaftlichen Grundlagen der Gesellschaft zerstört. Gewalt, Willkür und Terror bestimmen den Alltag. Wir fordern von der Bundesregierung und der grün-schwarzen Landesregierung den sofortigen Stopp der Abschiebepolitik.

Tipps und Hinweise vom Flüchtlingsrat Baden-Württemberg