Programm auf der Demonstration

Morgen ist es soweit – dann wollen wir in Stuttgart ein kraftvolles Zeichen setzten gegen die Abschiebungs- und Abschottungspolitik Deutschlands, Rassismus und für eine Welt in der niemand fliehen muss. Die Demonstration startet mit dem Auftakt in der Lautenschlagerstraße gegenüber vom Hauptbahnhof. Nach einer Zwischenkundgebung am Schlossplatz geht es weiter zur Abschlusskundgebung an der Paulinenbrücke, wo es auch einen afghanisch/arabischen Musicact geben wird. Folgende RednerInnen sprechen auf der Demonstration:

Seán McGinley – Flüchtlingsrat BW
Friedhold Ulonska – Sea Watch
Sadiq Zartilla– Geflüchteter aus Afghanistan
Eine Vertreterin vom Arbeitskreis Internationalismus Stuttgart
Tobias Pflüger – Bundestagsabgeordneter DIE LINKE & IMI e.V.
Rex Osa – Flüchtlingsaktivist
Ines Fischer – Asylpfarrerin

Aktuelle Pressemitteilung vom 7. Dezember.
Die Nummer des Ermittlungsausschuss lautet: 0152 05372805

Fluchtursachen: Krieg, Armut & Umweltzerstörung

Der Arbeitskreis Internationalismus Stuttgart hat eine aktualisierte Neuauflage der Broschüre zu Fluchtursachen veröffentlicht.

Aus der Einleitung: Die weltweite Kluft zwischen arm und reich, zwischen Villen und Elendsvierteln, zwischen Besitzenden und Besitzlosen war noch nie das Ergebnis von Zufällen oder höherer Vorsehung. So sind auch die zahlreichen Kriegsschauplätze und die Millionen von Elend und Armut betroffenen Menschen keine zufällige Erscheinung. Sie sind Ergebnisse globaler Macht- und Herrschaftsverhältnisse und des ungleichen Besitzes an Reichtum und Bodenschätzen. Sie sind das notwendige Resultat des Kapitalismus – einem System, das nicht an dem Wohl und den grundlegenden Bedürfnissen der Menschheit ausgerichtet ist, sondern an den Milliardengewinnen der Banken und Konzerne.

Wenn heute Aufnahmen von, durch Bomben zerstörten, Städten auf dem Fernsehbildschirm flackern, oder mal wieder der eingenähte Hilferuf einer Näherin aus Bangladesch in einem Primark-Kleidungsstück die Titelseiten bestimmt, dann ist das für viele nichts weiter als die tägliche Dosis an Negativschlagzeilen. Und doch hat sich in den letzten Jahren und Monaten etwas verändert: Die Konfrontation mit von Krieg, extremer Armut und Naturkatastrophen betroffenen Menschen findet verstärkt nicht mehr nur medial statt. Zunehmend sind wir in den Metropolen der westlichen Industriestaaten mit den betroffenen Menschen unmittelbar und direkt konfrontiert. Sie sind keine bloßen Zahlen, sondern steigen aus Zügen in den Bahnhöfen der Großstädte, besetzen aus Protest öffentliche Plätze und leben in Flüchtlingsunterkünften in direkter Nachbarschaft.

Weil es uns etwas angeht! Antifaschistischer Aufruf zur „Fluchtursachen bekämpfen“-Demo

Auch in diesem Jahr kam es in Deutschland zu hunderten Angriffen gegen Geflüchtete und ihre Unterkünfte. Zwar hat die Anzahl im Vergleich zu den letzten Jahren abgenommen, das rassistische Potential und die hetzerische Stimmung in unserer Gesellschaft sind jedoch unverändert hoch. Mit der AfD sitzt nun eine offen rechte Partei im Bundestag, die den Diskurs noch weiter nach rechts verschieben wird. Ihr Wahlkampf war von Hetze gegen Minderheiten geprägt, die anderen Parteien zogen mit. In klassischer Sündenbockmanier wurden von der Gesellschaft Ausgeschlossene, allen voran Geflüchtete, zum Grund für soziale Missstände erklärt – damit ließen sich viele WählerInnen ködern. Warum so viele Menschen ihre Heimat verlassen müssen und ihr Leben auf der Flucht riskieren, war kein Thema.

weiterlesen

Aufruf zum antikapitalistischen Bereich

* Auf den Müllhaufen der Geschichte

Gruppen aus Baden-Württemberg und Bayern haben einen Aufruf zu einem antikapitalistischen Bereich auf der Demonstration am 9. Dezember veröffentlicht, den wir hier gerne dokumentieren:

„Bloßes Lob des Friedens ist einfach, aber wirkungslos. Was wir brauchen, ist aktive Teilnahme am Kampf gegen den Krieg und alles was zum Krieg führt.“ Albert Einstein (1879-1955)

Das Motto „Fluchtursachen bekämpfen“ scheint gerade „in“ zu sein. Viele reden davon – ExpertInnen in Talkshows, Frau Merkel im Bundestag und Verteidigungsministerin von der Leyen. Doch auch wenn viele diese Wortwahl benutzen, gemeint ist oft etwas anderes: Spricht die Bundesregierung etwa von Fluchtursachen-Bekämpfung, meint sie damit eigentlich die Unterstützung autoritärer Regime, wie der Türkei oder des Sudans, um die europäische Migrationsabwehr vorzuverlagern. Sprechen wir davon, Fluchtursachen zu bekämpfen, dann stellen wir die zentrale Frage: „Wie kann ein Zustand erreicht werden, in dem Menschen nicht mehr gezwungen werden zu fliehen?“

weiterlesen

texten, tackern, malen – Basteltreffen, Sa. 25.11.17

Ärmel hochgekrempelt liebe FreundInnen, UnterstützerInnen, AktivistInnen: Diesen Samstag, 25.11.17, brauchen wir ab 12 Uhr jede freie Hand um Pinsel zu schwingen, unser Bündnis-Fronttranparent zu malen und Schilder zu schreinern.

Die landesweite Demonstration „Für eine Welt in der niemand fliehen muss“ rückt näher. Lasst uns am Samstag gemeinsam viele Schilder mit guten und uns wichtigen Inhalten basteln. Auch das Bündnisbanner, sowie Bühnenverkleidung wollen wir dort malen. Grabt also in euren Köpfen nach guten Parolen gegen Abschiebung, Krieg und Rassismus. Kommt vorbei und unterstützt aktiv die Vorbereitungen für die Demo im Dezember!
Für Essen, Tee und Getränke ist gesorgt.

Basteltreffen für die Flucht-Demo am Sa. 25.12.
Start: 12 Uhr
Ort: Linkes Zentrum Lilo Herrmann, Böblinger Str. 105
Es gibt Essen, Getränke, Tee

Nächste Abschiebung nach Afghanistan geplant!

Die Bundespolizei spricht laut Spiegel von „politischer Priorität“ für die am 6. Dezember geplante Abschiebung von 78 Menschen nach Afghanistan. Doch in Afghansitan herrscht Krieg und ein Ende ist nicht in Sicht. Der Krieg hat die sozialen und wirtschaftlichen Grundlagen der Gesellschaft zerstört. Gewalt, Willkür und Terror bestimmen den Alltag. Wir fordern von der Bundesregierung und der grün-schwarzen Landesregierung den sofortigen Stopp der Abschiebepolitik.

Tipps und Hinweise vom Flüchtlingsrat Baden-Württemberg

Aufruf vom Aktionsbündnis gegen Rechts zur Demo

In Stuttgart (und überall) gegen Rechts aktiv zu sein muss immer Hand in Hand damit einhergehen, für ein solidarisches Miteinander einzutreten.

Wovor wir schon vor der Bundestagswahl gewarnt haben, hat sich auch in den vergangenen Wochen bestätigt: Der politische Diskurs verschiebt sich weiter nach rechts. Die sondierenden Parteien wurden getrieben von Debatten über Obergrenzen und vermeintlich sichere Herkunftsstaaten. Der politische Rechtsruck äußert sich jedoch nicht nur in Worten. Realpolitisch zeigt er sich unter anderem in einer immer radikaleren Abschiebepolitik. Baden-Württemberg ermöglichte die Einstufung der Westbalkanstaaten als vermeintlich sichere Herkunftsstaaten und belegt auf der Liste der Bundesländer mit den meisten Abschiebungen den unrühmlichen Platz zwei.

Die Abschiebepoltik der Bundesrepublik ist genauso Teil des Rechtsruck wie das Erstarken rechter Kräfte. Genauso gilt es also, dagegen einzutreten. Fluchtursachen müssen bekämpft werden, nicht Geflüchtete.

Quelle und mehr Infos zu Stuttgart gegen Rechts

Mehrsprachiger Kurzaufruf für Geflüchtete

Aufruf zum eintragen von Reiseinformationen:

Demo gegen Krieg, Waffenexporte und Abschiebungen
Demonstration against war, arms exports and deportations!
Xwenîşandan li dijî şer, firotanê çekan û veguhastinê!
ةرهاظم دض ،برحلا تارداص ةحلسلأا لي
تارهاظت هیلع ،گنج تارداص هحلسا و د

Demonstration am 9. Dezember um 14.00 Uhr in Stuttgart – Aufruf jetzt in fünf Sprachen!

Ein breites Bündnis aus Organisationen und Initiativen aus allen Teilen Baden-Württembergs ruft unter dem Motto „Für eine Welt, in der niemand fliehen muss!“ zu einer Demonstration am Samstag, 9. Dezember, in Stuttgart auf. Diese Demonstration will auf Fluchtursachen, Asylrechtsverschärfungen und Abschiebungen aufmerksam machen.

  Aufruf: english / deutsch / dari / arabisch / französisch
  Mobimaterial (Flyer/Plakate)
  Banner für Websiten
  Aufruf online unterzeichnen
  Folgt uns auf Facebook